Kochen bei Parkinson

Herzlich willkommen bei der ersten Ausgabe zum Thema "Kochen bei Parkinson".

Diese Information wird Ihnen präsentiert von der

deutschen Parkinson Vereinigung e.V.

Moselstrasse 31

41464 Neuss

Tel.: +49 (0)2131 - 740 270

http://www.parkinson-vereinigung.de

Wir möchten mit dieser Kolumne Ihr Bewusstsein und das Ihrer Angehörigen für die Zusammenhänge zwischen Ernährung, Ernährungsgewohnheiten und den Symptomen der Parkinson-Krankheit schärfen.

Denn nur wenn Sie verstehen, wie Nahrungsmittel, die Art zu essen und der Verdauungsprozess zusammenwirken, können Sie die hier angeführten Ratschläge beherzigen und somit Ihre Beschwerden lindern.

Zu diesem Zwecke, möchten wir Ihnen jeden Monat ein Rezept für den Kochmixer an die Hand geben, das Sie bequem zu Hause nachkochen können. Viel Spass dabei.

Darauf sollten Sie bei der Nahrungszubereitung achten

Wenn Sie unter Schluckproblemen leiden, sollten Sie bei der Zubereitung Ihrer Nahrung vor allem auf ihre Beschaffenheit (Konsistenz) achten. So gibt es bestimmte Nahrungsmittel, die häufiger zum Verschlucken führen.

 

 

Vorsicht bei:
■ Körner- oder schalenhaltigem Brot
■ Knäckebrot
■ faserigen Speisen
■ klebriger Schokolade

Problematisch sind ebenfalls alle Mischkonsistenzen, d. h. flüssiges und festes gemischt, wie beispielsweise:
■ Joghurt mit Fruchtstücken
■ Quark mit Schnittlauch
■ Müsli mit Milch
■ Suppen mit Einlage
■ Kekse mit Schokoladen- oder Nussstückchen

Bevor Sie trinken, muss die Nahrung komplett geschluckt sein. Wasser ohne Kohlensäure, milde Kräutertees oder stark verdünnte Obstsäfte sind weniger aggressiv und führen
beim Verschlucken nicht zu weiteren Komplikationen in den Atemwegen. Meiden Sie daher nach Möglichkeit säureintensive Fruchtsäfte oder Kaffee.
Schluckstörungen Schluckstörungen Was das Schlucken erleichtert Die Verdauung beginnt bereits im Mund! Der Speichel enthält Verdauungsenzyme. Langsames und gründliches Kauen verhindert nicht nur, dass Sie sich verschlucken, es erleichtert den Enzymen zudem, sich unter die Nahrung zu mischen und die entsprechenden Stoffe aufzuschließen. Weil gründliches Kauen schwerfallen kann, ist es wichtig, dass Sie sich Zeit lassen für die Mahlzeiten. Zerteilen Sie sie in kleine Portionen und versuchen Sie jeden einzelnen Bissen zu genießen. Sitzen Sie beim Essen und Trinken aufrecht auf einem stabilen Stuhl, nah am Tisch. Die Füße sollten guten Kontakt zum Boden halten. Nach dem Schlucken dürfen Sie sich kräftig räuspern oder husten und „trocken“ nachschlucken. Bleiben Sie noch etwa 20 Minuten sitzen.

Kalziumreich und eiweißarm

Hauptlieferanten von Kalzium in unserer Ernährung sind vor allem:
Gemüse, wie Broccoli, Fenchel, Sellerie, Porree und Grünkohl gelten als die wichtigsten Kalziumspender.

Obst,
wie Zitrusfrüchte, Kiwis und Beerenobst liefern nicht nur viel Vitamin C, sondern auch Kalzium.

Milch und Milchprodukte,

wie Joghurt, Buttermilch, Dickmilch, Kefir und Käse (bevorzugt Hart- und Schnittkäse).

Auf der anderen Seite sind Milchprodukte aber auch große Eiweißspender und sollten deshalb von Ihnen nur in kleinen Mengen verzehrt werden. Zuviel Eiweiß kann nämlich die Wirkung der bei Parkinson verabreichten Medikamente verschlechtern.

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Verdauungstipps

Tipp zur besseren Verdauung und schnelleren Entleerung des Magens


Ein Tee aus Kümmel regt die Produktion von Magensaft an, sorgt für eine schnellere Magen Darm-Passage schwer verdaulicher Speisen und ist gerade bei Völlegefühl besonders gut geeignet. So wird er gemacht:

Für eine große Tasse Tee 1 Teelöffel Kümmelsamen zerreiben und mit kochendem Wasser übergießen, 15 Minuten ziehen lassen und abseihen. In kleinen Schlucken trinken.

Tipp gegen Verstopfung

Ein mildes, natürliches Abführmittel ist roher Honig. Durch Hinzufügen eines Teelöffels schwarzer Melasse kann seine Wirkung noch verstärkt werden.

Essregeln auf den Punkt gebracht


■ Die mit den Therapeuten erarbeitete Sitz- und Kopfhaltung einnehmen, aufrecht sitzen.
■ Beim Essen möglichst nicht sprechen.
■ In Ruhe essen und sich genügend Zeit lassen.
■ Nur kleine Bissen und Schlucke nehmen.
■ Gut kauen, den Mund beim Schlucken schließen und den Kopf beim Schlucken leicht vorbeugen.
■ Nach jedem Schluck Tasse oder Glas abstellen und eine kurze Pause einlegen.
■ Der Mund muss leer sein, bevor eine neue Portion eingenommen wird.
■ Sind nach dem Schlucken noch Speisereste im Mund, dann ein- bis
mehrmals nachschlucken.
■ Nach dem Essen mindestens 20 Minuten sitzen bleiben.
■ Von besonderer Bedeutung ist die regelmäßige Mundpflege. So wird verhindert, dass Nahrungsreste in der Mundhöhle zurückbleiben.

Rezept des Monats November

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Leicht
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